Die Foto - Club - Chronik

1969 gründeten eine Handvoll fotobegeisterte Individualisten eine Gemeinschaft, die sich in Ihrer Freizeit auf das Ablichten von Natur und das alltägliche Leben beschäftigten. Das so etwas unweigerlich zu einer Gründung eines Fotoclubs führt war sofort zu erkennen. Ein Name musste her, und da in dieser Zeit die Spanne zwischen Profifotografen und Amateuren klar definiert sein musste, war schnell ein Name gefunden:

Foto Amateure Mönchengladbach gegründet 1969

das erschien allen aber als Name viel zu lang. Kurz und gut, hieraus wurde

FOTAMAT 69

Im Jahr 1969 folgte der Beitritt in den Verband Deutscher Fotografenvereine kurz VDAV genannt. Grund hierfür war, dass von diesem Verband regelmäßig Fotowettbewerbe auf Landes- und auf Bundesebene veranstaltet wurden, worin sich die angemeldeten Fotoclubs und deren Mitglieder messen konnten. Dieses Engagement hat der FOTAMAT nie bereut, unzählige Titel und Ehrungen gingen bis heute an die Mitglieder und an den Fotoclub, auf Landes- sowie auf Bundesebene. Die Motivation war groß, selber einmal eine Landesveranstaltung zu organisieren, das hat der Club bisher schon zweimal mit Erfolg in den Jahren 1994 und 2002 organisiert. Das machte uns bekannt und so zeigten viele fotobegeisterte Menschen ein Interesse an unserer Clubarbeit. Ein großes Highlight für den Mönchengladbacher Fotoclub war eine Zunahme von Fotointeressierten Mitgliedern aus der Nachbargemeinde Jüchen, die nicht nur durch ihre Kreativität und ihr Können gut zu uns passten, sondern wir auch auf eine Gemeindeverwaltung stießen, die uns mit Ausstellungsräumen für Clubausstellungen oder der Landesfotoschauen im historischen Haus Katz unterstützen konnte. Hiernach wurde voller Stolz eine Namensänderung vollzogen, ab sofort hieß der Fotoclub:

FOTAMAT 69 Mönchengladbach und Jüchen

Informationen über neue Techniken und der fotografische Erfahrungsaustausch werden im gleichen Stellenwert ausgetauscht. Das Diskutieren der mitgebrachten Bilder und das Selektieren von wettbewerbsfähigen Fotos für die schon erwähnten Landes- und Bundeswettbewerbe sowie der seit 2001 eingeführte Thematische Clubwettbewerb um den Titel des Clubmeisters für ein Jahr zu führen beleben in der Hauptsache die Clubtreffen ... das hat sich mit der Zeit aber auch sehr verändert.

In früheren Zeiten war ein 30 * 40cm großes Papier-Ausgangsfoto die Basis einer guten Bilddiskussion. und weil eine Schere zum Clubinventar gehörte, wurde das "Gute Foto" nicht selten nach einer konstruktiven Bilddiskussion auf eine Größe 18 * 24cm reduziert. Da brauchte man an manchen Clubabenden ein starkes fotografisches Rückgrat, um sich auf den nächsten Clubabend zu freuen. ...

Der Fotoclub ist seit 2004 Mitglied im BIS-Zentrum für offene Kulturarbeit. Die Clubmitgliederinnen und Clubmitglieder treffen sich immer am ersten Montag im Monat im BIS in Mönchengladbach.

Heute werden Dateien per E-Mail verschickt und 95% der Bilder per Beamer über einen Laptop betrachtet und diskutiert, was die Sache an sich mit der Bildbesprechung nicht schmälert, jedoch hat jeder noch seine Bilddatei in gleicher Größe auf dem USB-Stick und die Schere gibt es nur noch verbal.

Seit 2006 gibt es im Fotoclub den sogenannten Safaritermin. Wo wir einen fotogenen spannenden Ort oder Veranstaltung planen zu besuchen um dort gemeinsam zu fotografieren. Wobei auch das gesellige Miteinander nie zu kurz kommt.

Bedenken wir noch einmal das Gründungsjahr und wo wir heute stehen. Von der analogen Fotografie in der Dunkelkammer in der die großen Schwerpunkte immer wieder in Schwarzweiß entwickelt wurden, hin zu den Anfängen der digitalen Fotografie bis zu den heutigen gigantischen Datenmengen, die uns sowohl abermals heute, wie auch in alten Zeiten daran erinnern:

Das wichtigste ist und bleibt das Foto, egal wie, womit und wo es fotografiert wurde.

Aber was uns Clubmitgliederinnen und -mitglieder allen sehr wichtig geblieben ist und darauf kann ein über 40-jähriger Fotoclub sehr stolz sein: Nach wie vor haben wir mit Menschen, Kreativen zutun und fotografieren ist eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen die es für uns gibt.

 

Fotografieren ist wie Bogenschießen:

richtig zielen, schnell schießen, abhauen.

Henri Cartier-Bresson

Udo Theuer, Clubleiter